Snap: Sky startet eigene Online-Videothek

Sopranos Gruppenfoto, als Beispiel für Snap-Angebot

Foto: HBO

Der Bezahl-Sender „Sky“ hat sich ins Internet gewagt und bietet nun auf seiner Onlineplattform „Snap“ Filmklassiker und „gut abgehangene“ Serien im Stream an. Mitmachen darf man für monatlich 9,90 Euro. Ist man bereits Sky-Abonnent, zahlt man deutlich weniger, nämlich nur 4,90 Euro pro Monat.

Zuseher fordern Flexibilität ein

Mit Snap versucht Sky den neuen Sehgewohnheiten des Publikums gerecht zu werden. Der Zuschauer will nicht länger vorgeschrieben bekommen, wann und wo und mit welchem Abspielgerät er seine Sendungen und Filme zu konsumieren hat. Er möchte zeitliche und räumliche Unabhängigkeit. Neben Sky haben auch schon andere Sender den neuen TV-Trend aufgegriffen: ProSiebenSat.1 pflegt z.B. mit „Maxdome“ eine umfangreiche Online-Videothek, RTL darf das Medienportal „Clipfish“ sein Eigen nennen.

Snap-Angebot ausbaufähig

Die Video-Auswahl auf Snap darf man sich aber nicht so umfangreich wie das „normale“ Sky-Angebot vorstellen, eher wie eine kleines aber feines Online-Archiv. Die Filme sind allesamt schon einmal im Free-TV gelaufen, aber tragen fast durchwegs das Prädikat „zum Immer-wieder-gern-anschauen“. Bei den Serien kann Snap damit punkten, dass einige HBO-Schmankerl in seinem Portfolio aufscheinen: die „Sopranos“, zum Beispiel, oder  „Rom“ bzw. „True Blood“. Wie die Süddeutsche Zeitung vermeldet hat, hat Snap rund 4.000 Filme und Serienfolgen am Start, jedoch ist man bestrebt, das Angebot möglichst schnell auf 10.000 aufzustocken. Zur Orientierung: Mitbewerber „watchever“ bietet für einen Euro weniger im Monat derzeit insgesamt 12.500 Videos an (2.500 Filme und 10.000 Serienepisoden).

Noch kein Geräte-Allrounder

Aufholbedarf gibt es auch bei den Abspielgeräten. Während andere Anbieter auf so gut wie allen Tablets bzw. Smartphones abgerufen werden können, lässt sich Snap aktuell nur über PC, mit dem iPad oder auf Samsung Smart TVs konsumieren. Snap arbeitet aber laut Eigenangaben fleißig daran, auch bald auf iPhone bzw. Android-Geräten empfangbar zu sein.

Wir sagen: Auch wenn Snap noch ausbaufähig ist, von uns gibt’s für den Start trotzdem ein klares „Daumen nach oben“. Wir freuen uns über jeden Impuls, für den noch etwas verschlafenen deutschen Streaming-Markt!





18. Dezember 2013 von Franziska
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