Gegen Elektroschrott: Google bringt Modul-Handy

Google Project Ara: Idee gegen Elektroschrott

Foto: Google

Auch Big Player wie Google können das Elektroschrott-Problem nicht länger ignorieren und präsentieren Ideen gegen den weltweiten E-Müllberg.

Elektro-Kleinteile sind nicht nur für einen großen Teil der wachsenden Müllberge verantwortlich, sie belasten unsere Umwelt über Generationen hinaus: Bei nicht sachgemäßer Entsorgung von Smartphones, Tablets und Notebooks (geschieht relativ häufig, trotz der wertvollen Rohstoffe, die man wiederverwerten könnte), werden hochgiftige Substanzen wie Quecksilber, Blei oder Arsen freigesetzt.

Lange Lebensdauer nicht eingeplant

Warum der Elektroschrott-Berg dermaßen schnell wächst, hat verschiedene Gründe. Zum einen hat es natürlich damit zu tun, dass wir Konsumenten mit unseren Smartphones, Tablets und all den anderen Gadgets immer auf dem neusten Stand sein wollen und gerne die aktuellsten Geräte kaufen, obwohl das „alte Eisen“ es auch noch tun würde. Zum anderen tragen aber auch die Hersteller einen erheblichen Teil zum Elektromüll bei: Die meisten IT-Spielsachen sind so gebaut, dass Reparaturen meist teurer sind, als der Kauf eines neueren Modells (die im Jahresrhythmus das Licht der Welt erblicken).

Project Ara gegen Elektroschrott

Zum Glück erkennen immer mehr Hersteller, dass es (neben der moralischen Verpflichtung) auch einen Markt für langlebige Gadgets gibt. Schon vor einem Jahr haben wir die Start-up-Initiative „FairPhone“ vorgestellt, nun setzen auch Big-Player endlich konkrete Schritte Richtung Nachhaltigkeit. Unter dem Namen „Project Ara“ feilt Google schon seit längerem an einem auf Modulbauweise basierendem Smartphone-Konzept – jetzt dürfte es endlich zur Markteinführung kommen. Für nur 50 Euro soll dieses zerlegbare Smartphone ab Januar 2015 in den USA erhältlich sein.

Google-Phone setzt auf Lego-Philosophie

Die Idee hinter „Ara“: Bei „Performanceproblemen“ des Smartphones müsste nicht mehr das ganze Gerät ausgetauscht werden, sondern lediglich das betreffende schwächelnde Bauteil. Die Basis soll für eine Lebensdauer von fünf bis sechs Jahren designt sein (in „Elektrozeit“ gemessen schon eine kleine Ewigkeit). Während dieser Phase werden Nutzer die Möglichkeit haben, ihr Mobiltelefon nach Belieben zu verändern und mit neuen Funktionen auszustatten.

HIFI Fazit: Unser grüner Daumen zeigt klar oben!





25. April 2014 von Franziska
Kategorien: Trends | Schlagwörter: , , , , , , , , | 4 Kommentare