Google Glass: Brille statt Smartphone

Google Techniker trägt Google Glass

Foto: Google

Mit Google Glass will der kalifornische Suchmaschinengigant das Thema „Wearable Computing“ massentauglich machen.

Wie werden wir in Zukunft kommunizieren? Zu welchen Geräten werden wir greifen? Wie wird die Hardware aussehen, die wir nutzen? Wenn der Trend „Wearable Computing“ sich durchsetzen sollte, werden wir unsere Smartphones bald nicht mehr in der Hand, sondern direkt am Körper tragen, ähnlich einem modischen Accessoire. Als künftige „Handy-Gehäuse“ bei Entwicklern besonders beliebt: die Uhr (darauf setzen etwa Apple, Sony oder Motorola) bzw. die Brille (Favorit bei Google und Olympus).

Google Glass als Wearable-Pionier

Als Wegbereiter für wirklich massentaugliches „Wearable Computing“ gilt aktuell Google Glass. Hinter diesem Projektnamen verbirgt sich eine Brille, mit der man u.a. telefonieren, im Internet surfen, skypen, fotografieren, filmen und navigieren kann. Und das alles, während man sich völlig frei durch die reale Welt bewegt. Erst vor kurzem machte dieses Projekt wieder Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass Google sich dafür ein virtuelles Keyboard patentieren hat lassen. Google Glass soll mittels einer Laser-Tastatur gesteuert werde, die auf die Handfläche seines Trägers projiziert wird. Science Fiction pur!

Seinen Wurzeln als allumfassende Suchmaschine will Google mit der Hightech-Brille treu bleiben. Denn Google Glass soll nicht zuletzt auch dazu dienen, immer und überall die passenden Antworten auf unterschiedlichste Fragen des Alltags parat zu haben.

Wäre nur noch eines zu klären: Wann kommt Google Glass? Mit der Markteinführung kann wohl Anfang 2014 gerechnet werden. Noch befindet sich Google mit seiner Brille laut Eigendefinition in einer „sehr fortgeschrittenen“ Entwicklungsphase. Die „Explorer Edition“, den Google Glass-Prototyp, konnten besonders Neugierige bereits Sommer 2012 ordern (um satte 1.500 Dollar).

Bedenken der Datenschützer

Kritik kommt in Bezug auf „Wearable Computing“ vor allem von Seiten des Datenschutzes. Ist es wirklich erstrebenswert, dass Leute durch die Straße laufen, die von allem und jedem unbemerkt Fotos schießen können? Immerhin: Als Zugeständnis hat Google darauf verzichtet, eine Gesichtserkennungsfunktion in die Brille miteinzubauen.





23. Januar 2013 von Franziska
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