Chromecast: Was kann Googles Streaming-Stick?

Google Chromecast  auf TV, Tablet und Phone

Foto: Google

Seit vergangenem Juli in den USA erhältlich, kann Google Chromecast seit heute auch in Deutschland käuflich erworben werden. Grund genug, sich das kleine Streaming-Gadget näher anzusehen.

Was kann Google Chromecast?

Das unscheinbare Teil verwandelt deinen Fernseher in einen Smart-TV: Der HDMI-Stick (gern auch „Dongle“ genannt) überträgt drahtlos und mit nur einem Fingerdruck Videos und anderen Browsercontent von Smartphones und Tablets auf HDMI-fähige Bildschirme!

Was kann ich mit Chromecast sehen?

Im Grunde alle online gespeicherten Inhalte. Besonders interessant hierbei sind natürlich die Streamingportale wie z.B. Youtube, Google Play Movies & TV oder Google Play Music. Auch heimische Video-On-Demand-Größen wie Watchever und Maxdome sind Chromecast-fähig.

Was brauche ich zum Chromecasten?

Nicht viel! Nebst besagtem Stick nur ein Smartphone oder Tablet als „Sender“, einen Fernseher mit HDMI-Steckdose und ein WLAN-Netz.

Wie funktioniert das smarte Teil?

Wie jede Google-Erfindung besticht auch Chromecast mit seiner Einfachheit (siehe dazu auch die Praxistests von Spiegel Online und Computerbild).  Schon das Installieren geht kinderleicht von statten: Dongle in die HDMI-Buchse einstecken, dann mittels mitgeliefertem USB-Netzteil für Strom sorgen – fertig! Die Einbindung ins WLAN funktioniert ebenfalls angenehm unkompliziert und auch die Menüführung ist schlichter und aufgeräumter, als bei so manchen vorinstallierten Smart-TV-Portalen.

Wenn ich Chromecast nutze, kann ich gleichzeitig telefonieren oder meine Mails abrufen?

Ja natürlich! Es ist nicht so, dass der Fernsehbildschirm nur das zeigen kann, was parallel am Smartphone-Screen passiert. Sobald der Abspielbefehl an die Google-Cloud gesendet worden ist und das Video am Fernseher läuft, ist auch das Handy wieder bereit für all die anderen nützlichen Dinge.

Wie viel kostet der Spaß?

Nur 35 Euro (UVP), womit Google auch hier seinem Kampfpreisprinzip treu bleibt. Die Strategie, die dahinter steckt, ist schnell erklärt: Ähnlich wie Amazon mit seinen Kindle-Tablets, kann es sich der IT-Riese erlauben, seine Hardware unglaublich günstig anzubieten – weil das Geld ohnehin mit ganz anderen Dingen verdient wird. Bei Amazon wären das die Bücher, bei Google sind es die verschiedenen Dienste und hauseigenen Apps, die dank Chromecast nun noch intensiver genutzt werden sollen.

Was gibt es sonst noch zu sagen?

Google macht Streaming endgültig massentauglich. Die Kombination aus niedrigem Preis und einfacher Bedienung wird auch die härtesten Technik-Muffel vom „Netz-Fernsehen“ überzeugen. Nicht umsonst hat das Times Magazine Chromecast zum besten Gadget 2013 gekürt.

Was spricht dagegen?

Manch einer bekommt vielleicht ein ungutes Gefühl, wenn die bereits omnipräsente und allwissende Suchmaschine nun auch noch das Fernsehverhalten unter Kontrolle bekommen will….





19. März 2014 von Franziska
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