Amazon und Samsung fordern Spotify heraus

amazon und samsung setzten auf musikstreamingmarkt

Foto: Samsung

Aufgepasst, Spotify, hier kommt gewichtige Konkurrenz: Die Big-Player Amazon und Samsung steigen in den Musikstreamingmarkt ein!

Nachdem Amazon erst kürzlich das Video-On-Demand-Portal „Amazon Prime Instant Video“ gelauncht hat, schickt sich der Onlinehändler nun an, auch Musikstreaming in sein Portfolio mit aufzunehmen. Wie das Online-Magazin Re/code berichtet, laufen zu diesem Thema bereits intensive Gespräche mit diversen Musik-Labels. Es gilt als fix, dass Amazon Musik in Verbindung mit Filmen und Serien anbieten möchte – was ohne Zweifel einen entscheidenden Vorteil gegenüber Spotify & Co. bringen würde.

Streaming-Fachleute für Amazon

Genug Experten für diesen Schritt hätte Amazon bereits an Bord: Schon 2012 wurde Michael Paull, ehemals Digital-Chef von Sony, engagiert. Zuletzt konnte man Drew Denbo und Adam Parness vom Streamingdienst Rhapsody abwerben.

Samsung macht auf iTunes-Radio

Auch Samsung setzt auf Musik aus dem Netz: Das südkoreanische Unternehmen hat für seine Galaxy-Geräte den Audiostreaming-Dienst Milk Music auf den Markt gebracht. Die dazu notwendige Android-App ist vorerst nur in den USA verfügbar – was wohl als Probelauf gewertet werden kann.

Nachteile des Samsung-Angebotes gegenüber „klassischen“ Streamingdiensten: Ein direktes Auswählen und Abspielen von Liedern ist nicht möglich, genauso wenig, wie das Erstellen von Playlists. Auf eine Offline-Funktion muss leider auch verzichtet werden.

Dafür ist dieser Service kostenlos und laut Samsung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt werbefrei. Gewählt werden kann aus über 200 vordefinierten Radiostationen (geordnet nach Genres).

Streaming als Zukunftstrend

Die Schritte von Samsung und Amazon kommen wenig überraschend, wenn man sich einige Zahlen und Trends näher betrachtet: Laut dem Fachmagazin „Billboard“ ist der digitale Musikverkauf im Jahr 2013 zum ersten Mal seit dem Start von iTunes vor zehn Jahren um 5,7 Prozent auf 1,26 Milliarden Single-Verkäufe gesunken. Gleichzeitig boomen Streamingdienste! Allein der Branchenprimus Spotify hat inzwischen mehr als 24 Millionen Nutzer weltweit (sieben Mal mehr, als noch vor vier Jahren)! Auch bemerkenswert: Durchschnittlich hört jeder dieser Streamingnutzer täglich zwei Stunden Musik – was das Abspielen von circa zwei regulären Alben entspricht.





13. März 2014 von Franziska
Kategorien: Trends | Schlagwörter: , , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar