Plasma-TVs: Ja, es gibt sie noch!

Plasma-TV-Gerät von Samsung

Foto: Samsung

Plasma-Fernseher sind mittlerweile fast zu Nischenprodukten geworden. Samsung und LG Electronics sind einer der wenigen namhaften Hersteller, die sich dieser Gerätegruppe nach wie vor annehmen. Was schade ist. Denn die Plasma-Technologie bietet vor allem für Cineasten unschlagbar Vorteile.

Plasma-TVs hatten lange mit einem schlechten Ruf zu kämpfen. Wahre Stromfresser seien sie. Und auch in der Anschaffung immens teuer. Bilder würden sich in den Screen „einbrennen“. Gelten diese Vorurteile noch? Ein klares „Nein“ können wir zwar nicht von uns geben, aber zumindest 2 der 3 „Anschuldigungen“ entkräften. Beim Preis etwa, gibt es zwischen den Display-Techniken kaum noch Unterschiede. Ja, es stimmt: Früher waren Plasma-Fernseher gegenüber vergleichbaren LCD-Modellen deutlich teurer, aber heute haben sich die Gerätegruppen preislich schon auf dem fast gleichen Niveau eingependelt. Als Beispiel: Der UE55F8590, ein LCD-Spitzenmodell von Samsung, kostet mit 55 Zoll Bildschirmdiagonale 3.499 Euro. Für den PS64F8590, das Plasma-Pendant vom selben Hersteller, zahlt man zwar um rund 500 Euro mehr, wobei das Gerät mit 64 Zoll aber auch um einiges größer ausfällt (Listenpreise).

„Geisterbilder“-Problem gelöst

Der Einbrenn-Effekt (der Bildschirm zeigt durch Überbelastung ein stets gleiches, sichtbares Muster), der Plasma-Geräte in der Vergangenheit in Verruf gebracht hat, ist bei den aktuellen Modellen kein Thema mehr. Das belegen zahlreiche Labortests. Bleibt noch die Sache mit dem Strom. Und da muss man leider sagen: Energiefresser sind die schmucken Kerle nach wie vor. Trotz aller Maßnahmen, den Stromverbrauch zu senken, konsumieren Plasma TVs noch immer mehr, als vergleichbare LCD-Geräte. Der schon zuvor erwähnt PS64F8590 ver­schlingt im Standardbetrieb 295 Watt, sein LCD-Bruder UE55F8590 hin­ge­gen kommt mit 76 Watt aus.

Plasma: Für alle, die gern schwarzsehen!

Sosehr LCD-Geräte mittlerweile auch den Flat-TV-Markt dominieren, Filmliebhaber schwören nach wie vor auf die Plasma-Technik. Kontraste und Schwarztöne werden schlichtweg satter und besser dargestellt, als auf LCD-Screens. Noch ein Vorteil: Plasma-Fernseher bieten höhere Blickwinkelstabilität. LCD-TVs kämpfen dagegen bei einem schrägen Betrachtungswinkel mit einem Verlust an Kontrast und einer deutlichen Farbverfälschung.





21. Mai 2013 von Franziska
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