Netzwerk-Streaming

Musik digital im Heimnetzwerk genießen

Nachdem wir nach unserem letzten Beiträgen die CD-Sammlung nun vollständig digitalisiert haben und es zu unbequem ist immer erst den Rechner an den DAC anzuschließen beschäftigen wir uns heute mit dem Thema Netzwerkstreaming.

Netzwerkstreaming

Wir wollen also unsere Musik die wir mühevoll auf Festplatte archiviert haben, nun unbeschwert und ohne großen Bewegungsaufwand genießen. Dafür brauchen wir einen Netzwerkplayer, eine externe Festplatte, unseren Router, eventuell eine sog. NAS und sonstiges Kleinzeugs.

Erste Frage muss lauten „Wo steht mein Router und wie verbinde ich den mit einem Netzwerkplayer?“

Steht der Router im Keller ist er meist nur schwer mit dem Player zu verbinden. Also sucht man sich am besten eine Player der eine Wifi-Antenne oder einen passenden Anschluss dafür hat. Wenn der gewünschte Netzwerkplayer diese Eingenschaft nicht hat gibt es noch die Möglichkeit den Router und den Player über ein sog. DLan zu verbinden. Hierbei wird die hausinterne Stromleitung als Netzwerkkabel genutzt. Strom kann über die Leitung dann immer noch fließen. Ist ne ziemlich raffinierte Sache und spart das Schlitze schlagen. Oder man nutzt einen WLAN Repeater mit Ethernetanschluss.

So die Frage der Verbindung zwischen Router und Player ist damit geklärt, doch worauf kommt es bei so einem Gerät noch an.

Formate:

Die Frage nach den Formaten ist immer noch ein leidiges Thema, lässt sich aber ganz einfach klären. In welchem Format sind den ihre Musikfiles gespeichert und welche Auflösung haben die denn? Dieses Format muss dann auch der Player abspielen können.

Heutzutage können die meisten Player eigentlich die gängigsten Formate abspielen.

Zum Beispiel der HighEnd-Netzwerk-Player von Marantz NA-11S1 spielt über die Ethernet-Buchse folgende Formate: MP3 / WMA / AAC / ALAC / WAV / FLAC / FLAC HD

Der N-50 von Pioneer spielt folgende Formate: MP3 / WMA / AAC / WAV / FLAC /ALAC/ AIFF

Nutzerfreundlichkeit:

Das verwalten und durchsuchen einer größeren Datenbank kann ohne entsprechende Suchfunktion und Filtermöglichkeit echt zur Tortur werden, weshalb auch der Punkt der Bedienoberfläche beachtet werden sollte. Habe ich zum Beispiel nicht die Möglichkeit mindestens über den Browser auf eine Nutzeroberfläche zuzugreifen oder hat der Player nur ein primitives, winziges Display macht das alles einfach keinen Spaß.

Heutzutage bieten jedoch die meisten Hersteller „Apps“ für Tablet und Smartphone an, so dass man die Steuerung und verwaltung der Bibliothek über eben solche Geräte nutzen kann. Wem die Hersteller-Apps nicht gefallen hat meist die Möglichkeit über DLNA/UPnP-Remote-Apps seine Player und Daten zu verwalten. Wer kein Smarphone oder Tablet hat kann die Geräte natürlich auch über die normale Fernbedienung und dem Display bedienen. Ein wahrer Zugewinn ist jedoch die Bedienung über die genannten Touchgeräte.

Mögliche Alternative Apps:

Android: MediaHouse UPnP / DLNA Browser

iOS: PlugPlayer

Natürlich gibt es hier noch eine Vielzahl an Alternativen.

Anschlüsse

Welche Anschlüsse sollte so ein Player haben?

  • Ganz wichtig natürlich ein Netzwerkanschluss entweder über Ethernet oder WLan.
  • Analog-Out. Ansonsten klappt die Weitergabe an den Verstärker nicht. Hier gibt es die Wahl zwischen Balanced über XLR und Unbalanced über sog. RCA- oder Chinch-Buchsen.

Diese Beiden sollten mindestens enthalten sein weitere sind eventuell auch interessant:

  • Digital-Out.
    Über Optische-Ausgabe oder Coax-Leitung. Das ist nützlich wenn man einen hochwertigeren externen Digital-Analog-Wandler nutzen will.
  • USB-Input.
    Zum Anschluss von Festplatten oder Ipod. Oder sogar die Möglichkeit der Nutzung als externen DAC.
  • AirPlay.
    zugegeben das ist kein Anschluss sondern ein Feature. Aber auch ganz nett um so mit seine Anlage unkompliziert über Itunes oder Ipod/Ipad Musik zu Streamen.

So jetzt ist alles zum Player gesagt worden aber wie bekomme ich die Daten jetzt ins Netzwerk.

Dafür brauchen wir den Router, eine exterene Festplatte oder eine NAS und einen PC (oder MAC).

Wer sich keine extra NAS anschaffen will und wer seinen Rechner nicht als UPnP-Server ständig laufen lassen will, braucht einen Router der die Möglichkeit anbietet eine USB-Festplatte oder einen USB-Stick eben als solchen Netzwerkspeicher anzuzeigen und zu verwalten.

Das heißt konkret ich lade mit hilfe meines PCs die Daten auf ein externes Speichermedium und schließe dieses dann an den Router an. Eventuell muss man zuvor noch die Funktion in den Einstellungen des jeweiligen Geräts aktivieren. Es wird nun eine Netzwerkfestplatte angezeigt die man über den Player auswählen kann.

Die Player werden dann beim ersten mal diese Festplatte auf abspielbare Dateien untersuchen und auch gleich die ID3-Tags sowie die Ordner-Strukturen analysieren. Und dann kann es eigentlich auch schon mit dem Musik abspielen losgehen.

Je nach Umfang des Players können Sie nun nach Herzenslust Ihr Archiv durchstöbern. Hier macht sich eine gewissenhafte Strukturierung beim Archivieren der Musik jetzt durch aus bezahlt, denn man findet nun auch schnell wieder das was man sucht.

Eine NAS funktioniert hier genauso. Man lädt entweder per Netzwerk oder per USB die Daten auf die Festplatte, sucht diese dann mit seinem Player und schon kann auch hier der Spaß los gehen.

Es gibt noch die Möglichkeit auf seinem PC eine sog. UPnP-Server zu installieren. Die meisten Netzwerkplayer finden auch diese und schon das abspielen auch hier losgehen.

So ich hoffe ich konnte euch ein bisschen was über das Thema Netzwerk-Streaming zeigen und würde mich freuen wenn ihr Anregungen oder Fragen habt. Oder wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt, auch ich bin nicht unfehlbar, deshalb immer her damit.

Mit freundliche Grüßen euer Hifi-Geek

Noch ein Tipp. Wer mehr über Vernetzung und DLNA wissen möchte, sollte sich diese Seite mal genauer ansehen.

http://www.dlna.org/

WICHTIG die Seite ist nur in Englisch.

 

 





04. November 2013 von HIFI-Geek
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