AV-Receiver sucht Anschluss

AV-Receiver Rückansicht

Foto: marantz.de

Bei der riesigen Anzahl an Anschlüssen und Buchsen, die sich auf der Rückseite eines AV-Receivers tummeln, kann man leicht den Überblick verlieren. Wir geben ein wenig Orientierungshilfe.

Kein AV-Receiver ohne HDMI!

Ob für einen Projektor, den Blu-ray-Player, euren Laptop oder den Decoder:  Ohne HDMI-Anschlüsse (steht für High Definition Multimedia Interface) geht heut gar nichts mehr! Dieser Standard stellt eine voll digitale Schnittstelle für Audio- und Videosignale dar, die Daten mit sehr hoher Bandbreite ohne Kompression und Qualitätsverlust übertragen kann. Worauf gilt es zu achten? Will man einen Blu-Ray-3D-Player mit einem AV-Receiver verbinden, muss das „Mutterschiff“ mindestens die HDMI-Version 1.4 beherrschen. Und: Wer nicht ständig zwischen den einzelne Geräten hin- und her stecken will, sollte zu einem AV-Receiver mit mehr als 2 HDMI-Anschlüssen greifen.

Analoge Anschlüsse für Aug und Ohr

FBAS (Farb-, Bild-, Austast-Synchron-Signal) überträgt sämtliche Bildinformationen analog über ein Kabel (leicht zu erkennen am gelben Cinchstecker) und stellt den einfachsten und qualitativ am wenigsten ansprechenden Videoanschluss dar.

Der S-Video-Anschluss liefert bereits deutlich bessere Bilder, als das normale FBAS-Signal. Übertragen werden jedoch ebenfalls nur Bilder, für die Klangwiedergabe muss zusätzlich eine Verbindung per Cinchstecker hergestellt werden.

SCART ist der am weitesten verbreitete Anschluss für TV-Geräte, Videorecorder, DVD-Spieler und -Rekorder und überträgt analog Bild-, Ton- und Steuersignale.

Für reine Audioübertragungen sind die rot-weißen Cinchstecker zuständig. Die unterschiedlichen Farben des Kabel-Duos markieren den linken (weiß) bzw. den rechten (rot) analogen Kanal. Klassischer Einsatzbereich: Verbindung zwischen CD-Player und Verstärker.

Untergruppe „Frontanschlüsse“

Auch wenn es auf der Rückseite eines AV-Receivers nur so von Buchsen wimmelt: Bei einigen Anschlüssen macht es hinsichtlich Komfort Sinn, diese an der Front des Gehäuses anzubringen. Dazu gehören z.B. Anschlüsse für Kopfhörer, MP3-Player und Videokameras. Ebenfalls ein praktisches Vorne-Extra: Ein Schacht für Speicherkarten einer DigiCam und ein HDMI-Port.

Last but not least…

Lautsprecheranschlüsse. Hier solltet ihr lieber auf Schraubanschlüsse, denn auf einfache Klemmen setzen. Erstere sind haltbarer und können dickere Kabel aufnehmen. Außerdem: Bei Schraubanschlüssen wird das gesamte Kabel an den Kontakt gepresst – was dazu führt, dass jede Ader Kontakt bekommt und zur Übertragung genutzt werden kann. Im Gegensatz dazu üben Klemmen weniger Druck auf das Kabel aus, wodurch ein Teil der Verstärkerleistung verpufft.





05. September 2013 von Franziska
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